Profile und Werkstoffe


Wir verarbeiten ausschließlich Werkstoffe aus Edelstahl. Entscheidender Gesichtspunkt hierfür ist die Korrosionsbeständigkeit, wobei wir immer den Vorschriften der Norm NACE (National Association of Corrosion Engineers) folgen. Diese ist aber nur dann gewährleistet, wenn alle Parameter, die zur Aggressivität beitragen, berücksichtig werden: so ist z.B. die Betriebstemperatur ein – oft vernachlässigter – Risikofaktor sowohl für die Korrosionsbeständigkeit als auch für die konstruktive Festigkeit. Eine sorgfältige Analyse aller Betriebsbedingungen ist immer empfehlenswert. Wir helfen Ihnen bei der Auswertung.

Hohe Durchfluss- bzw. Strömungsleistung kombiniert mit hoher Oberflächenbelastung wie Außendruck oder Flächendruck sowie hohe Biege- und Berstbelastung haben eine Vielfalt von Profiltypen entstehen lassen, die auf strömungs- und belastungstechnischen wissenschaftlichen Untersuchungen basieren. Die jeweils richtige Auswahl und Kombination von Profilen ergibt die Wirtschaftlichkeit eines con-slot Produktes.

Technische Daten

Profile 1

Profile 2

Profile 3

Werkstoffliste

Profile 4

Nicht jedes Profil wird in allen Werkstoffen lagermäßig geführt. Die Verfügbarkeit in den einzelnen Werkstoffen richtet sich nach der Nachfrage.

Chrom – Schmelzpunkt 1920 Grad C

Cr macht Stahl öl- bzw. lufthärtbar. Durch Herabsetzung der für die Martensitbildung erforderlichen kritischen Abkühlungsgeschwindigkeit erhöht es die Härtbarkeit und verbessert damit die Vergütbarkeit. Die Kerbschlagzähigkeit wird jedoch verringert, setzt die Dehnung aber nur sehr wenig herab. Die Schweißbarkeit nimmt bei reinen Chromstählen mit zunehmendem Cr-Gehalt ab. Die Zugfestigkeit des Stahles steigt um 80-100 N/mm² je % Cr. Cr ist Karbidbildner. Seine Karbide steigern Schnitthaltigkeit und Verschleißfestigkeit. Warmfestigkeit und Druckwasserstoff-Beständigkeit werden durch Chrom begünstigt. Während steigende Cr-Gehalte die Zunderbeständigkeit erhöhen, ist für die Korrosionsbeständigkeit von Stählen ein Mindestgehalt von etwa 13 % Chrom erforderlich, welches in der Grundmasse gelöst sein muss. Das Element schnürt das y-Gebiet ab und erweitert dadurch den Ferritbereich, stabilisiert jedoch den Austenit in austenitischen Cr-Mn- bzw. Cr-Ni-Stählen. Wärmeleitfähigkeit und elektrische Leitfähigkeit werden verringert. Die Wärmeausdehnung wird gesenkt (Legierungen für Glaseinschmelzung). Bei gleichzeitig höherem Kohlenstoffanteil erhöhen Cr-Gehalte bis 3% Remanenz und Koerzitivkraft.

Mangan – Schmelzpunkt bei 1221 Grad C

Mn desoxydiert. Es bindet Schwefel als Mn-Sulfide und verringert dadurch den ungünstigen Einfluss des Eisen-Sulfides. Besondere Bedeutung hat dies bei Automatenstahl; die Rotbruchgefahr wird verringert. Mn setzt die kritische Abkühlungsgeschwindigkeit sehr stark herab und erhöht damit die Härtbarkeit. Streckgrenze sowie Festigkeit werden durch Mn-Zusatz erhöht, ferner wirkt Mn sich günstig auf die Schmiedbarkeit und Schweißbarkeit aus und vergrößert stark die Einhärtetiefe. Gehalte über 4 % führen auch bei langsamer Abkühlung zur Ausbildung von sprödem und martensitischem Gefüge, so dass der Legierungsbereich kaum genutzt wird. Stähle mit Mn-Gehalten über 12% sind bei nicht gleichzeitigem hohen C-Anteil austenitisch, weil Mn den y-Bereich erheblich ausweitet. Solche Stähle erhalten unter schlagender Beanspruchung der Oberfläche eine sehr hohe Kaltverfestigung, während der Kern zäh bleibt; sie sind deshalb bei Schlageinwirkung hochverschleißfest. Stähle mit Mn-Gehalten von 18% aufwärts bleiben auch nach verhältnismäßig starker Kaltverformung nicht magnetisierbar und werden als Sonderstähle und auch als kaltzähe Stähle bei Tieftemperatur-Beanspruchung verwendet. Durch Mn erhöht sich der Wärmeausdehnungs-Koeffizient, während Wärmeleitfähigkeit und elektrische Leitfähigkeit sinken.

Molybdän – Schmelzpunkt 2622 Grad C

Mo legiert man meist zusammen mit anderen Elementen. Durch Herabsetzung der kritischen Abkühlungsgeschwindigkeit wird die Härtbarkeit verbessert. Mo verringert weitgehend die Anlasssprödigkeit, beispielsweise bei Cr-Ni- und bei Mn-Stählen, fördert die Feinkornbildung und wirkt sich auch günstig auf die Schweißbarkeit aus. Erhöhung von Streckgrenze und Festigkeit. Bei höherem Mo-Gehalt wird die Schmiedbarkeit erschwert. Starker Karbidbildner; die Schneideigenschaften bei Schnellarbeitsstählen werden dadurch verbessert. Es gehört zu jenen Elementen, welche die Korrosionsbeständigkeit erhöhen und wird deshalb bei hochlegierten Cr-Stählen und bei austenitischen Cr-Ni-Stählen häufig eingesetzt; hohe Mo-Gehalte senken die Lochfraßanfälligkeit. Sehr starke Einengung des y-Bereiches; Erhöhung der Warmfestigkeit, die Zunderbeständigkeit wird vermindert.

Nickel – Schmelzpunkt 1453 Grad C

Bewirkt bei Baustählen bedeutende Erhöhung der Kerbschlagzähigkeit, auch im Tieftemperaturbereich und wird deshalb zur Erhöhung der Zähigkeit in Einsatz-, Vergütungs- und kaltzähen Stählen zulegiert. Alle Umwandlungspunkte (A1 - A4) werden durch Ni gesenkt; es ist kein Karbidbildner. Durch starke Ausweitung des y-Gebietes verleiht Nun Gehalten von mehr als 7 % hoch Cr-haltigen chemisch beständigen Stählen Austenit-Struktur bis weit unter Raumtemperatur. Ni allein macht den Stahl auch in hohen Prozentsätzen nur rostträge, ergibt jedoch in austenitischen Cr-Ni-Stählen Beständigkeit gegen den Einfluss reduzierender Chemikalien; die Beständigkeit dieser Stähle in oxydierenden Substanzen wird durch Cr erreicht. Austenitische Stähle haben bei Temperaturen oberhalb 600 Grad C eine höhere Warmfestigkeit, da ihre Rekristallisationstemperatur hoch liegt; sie sind praktisch nicht magnetisierbar. Wärmeleitfähigkeit und elektrische Leitfähigkeit werden stark vermindert. Hohe Ni-Gehalte in genau begrenzten Legierungsbereichen führen zu physikalischen Stählen mit bestimmten physikalischen Eigenschaften, z.B. geringe Temperaturausdehnung (Invartypen).

Titan – Schmelzpunkt 1727 Grad C

Wirkt infolge seiner hohen Affinität zu Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel und Kohlenstoff stark desoxydierend, stark denitrierend, schwefelbindend und stark karbidbildend. Weitgehend in korrosionsbeständigen Stählen als Karbidbildner zur Stabilisierung gegenüber interkristalliner Korrosion eingesetzt; hat außerdem kornverfeinernde Eigenschaften. Ti engt das y-Gebiet sehr stark ein. Es führt in höheren Gehalten zu Ausscheidungsvorgängen und wird wegen der Erreichung hoher Koerzitivkraft Dauermagnetlegierungen beigegebene. Ti steigert die Zeitstandfestigkeit durch Bildung von Sondernitriden. Allerdings neigt Ti stark zu Seigerung und zur Zeilenbildung

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